Am Donnerstag, 4. Juni, dem Fronleichnamstag ist wieder ein Betriebstag nach Regelfahrplan auf der Härtsfeld-Museumsbahn. Wer den Anlass nutzen mag kann Hin- und Rückfahrt, oder auch nur einen Weg mit der „Schättere“ zurücklegen und dann zu Fuß oder per Rad durch das idyllische Egautal oder über die Höhen der neuen Pfalz wallfahren. 

Am Himmelfahrtstag 2026 hat Diesellok D4 „JUMBO“ den Holzklassezug am Haken. Wie immer lagert im Vordergrund viel Arbeit für die Aktiven, und das Kloster überwacht das Ganze mit göttlichem Segen (Foto: Jürgen Ranger)

Selbstverständlich ist die weltberühmte Abtei DAS Ziel an diesem Tag. Man kann auch von Katzenstein aus zur Abtei mit dem Zug pilgern. Dazu wünschen wir Gottes Segen! Im Übrigen lohnt sich die Zugfahrt mit Ergänzung durch Wanderung oder Radtour auch zu so profanen Ausflugszielen wie Burg Katzenstein, Härtsfeldsee, Naturschutzgebiet Zwing, Hochstatter Hof, Schloss Trugenhofen und eben in die junge Pfalz.

Auch Burg Katzenstein und der gleichnamige Ortsteil von Dischingen sind nun seit Lägerem an die Museumsbahn angeschlossen (Foto: Thomas Schwarze)

Letztere Bezeichnung ist für die Geschichte interessant, erinnert sie doch an die im Anschluss an den Landshuter Erbfolgekrieg erfolgte Schaffung eines Flickerlteppich-Fürstentums für die jungen Pfälzer Wittelsbacher Ottheinrich und Philipp, in Abgrenzung zur „alten“ Pfalz, dem linksrheinischen Wittelsbacher Territorium.

Am darauf folgenden Sonntag, dem 7. Juni ist dann ein weiterer Betriebstag – mit weniger Prozessionsgepränge, dafür aber hoffentlich bestem Wetter für einen Familienausflug! 

In Anbetracht der Tatsache, dass Lok 12 weiterhin noch nicht zum Einsatz kommen kann, ist der Dampfbetrieb am Sonntag, dem 28. Juni anlässlich des Neresheimer Stadtfestes das Highlight der Saison: Die Kastendampflok "RUR" wird zu Gast sein und die Dampfzüge P 1 bis P 8 ziehen! Das ist also die Auflösung des kryptischen Vorschaubildes. 

Die Dampflok RUR, hier beim Einsatz zur diesjährigen Saisoneröffnung auf der Selfkantbahn im Bf. Birgden (Foto: Gunther Lange / Slg. Kleinbaan-Stiftung)

 Die 1899 von Henschel in Cassel gebaute Kastendampflokomotive "RUR" wurde ursprünglich bei der Dürener Dampfstraßenbahn in Nordrhein-Westfalen eingesetzt. Für Straßenbahnen wurden häufig alle Teile verdeckt, die möglicherweise Menschen erschrecken und Pferde scheuen lassen könnten. Auch der ungetüme Aufbau auf dem Dach ist typisch: der Abdampfkondensator spart nicht nur Wasser, er verhindert vor Allem gar erschröckliche Dampfwolken.  Nach einer aufwendigen, 12-jährigen Restaurierung durch mehrere Museumsbahnvereine und Kleinbaan-Service ist die Lok seit 2025 auf der Selfkantbahn im äußersten Westen Nordrhein-Westfalens im Einsatz. Von dort aus kommt sie auch immer wieder zu Gasteinsätzen auf anderen Bahnen, so nun auch ganz in den Süden der Republik. 


Wir freuen uns natürlich schon sehr auf diesen Besuch! Schon jetzt bitten wir aber um Geduld und Verständnis, wenn es bei einem größeren Fahrgastaufkommen zu Verzögerungen oder Platzmangel kommen sollte.  Es wird das Möglichste versucht werden, alle Fahrgäste zu befördern!