Der 2. Bauabschnitt der Härtsfeld-Museumsbahn von der bisherigen Endstation Sägmühle nach Katzenstein (Härtsfeldsee) hat inzwischen konkrete Formen angenommen. 

Zur Finanzierung des Wiederaufbaus der Strecke Sägmühle - Katzenstein wurde eine Bausteinaktion ins Leben gerufen. 

Für 25,- Euro je Meter Gleis kann der Wiederaufbau der 2.600 Meter langen Strecke gefördert werden. Dafür gibt es passend zu der für die Strecke Neresheim - Sägmühle ausgegebenen Urkunde eine neu gestaltete repräsentative Urkunde - ein ideales Geschenk für alle Eisenbahn-Freunde. Ab einem Betrag von 50,- Euro gibt es eine Spendenbescheinigung. 

Die projektierte Strecke zum Härtsfeldsee beginnt am jetzigen Gleisende an der Sägmühle. Unmittelbar nach Überquerung des Feldwegs zum Hochstatter Hof fährt die Bahn im Landkreis Heidenheim. Durch das Egautal sind es knapp 1,5 Kilometer nach Iggenhausen. Der Fahrradweg, der sich heute hier befindet, soll im Zusammenhang mit dem Ausbau der Landstraße L 2033 verlegt werden. Entgegen der ursprünglichen Planung, den Radweg entlang der Landstraße zu führen, wünscht die Gemeinde Dischingen eine Führung parallel zur Bahntrasse. 

In Iggenhausen wird wie einst ein Haltepunkt angelegt, von dem aus sich schöne Wandermöglichkeiten oder auch ein Besuch im Gasthaus zur Einkehr anbieten. Eines Tages soll hier auch wieder die hölzerne Wartehalle wiedererstehen.
Nach Iggenhausen wechselt die Strecke in einem großen Bogen die Talseite. Die Stahlträgerbrücke über die Egau wurde entfernt. Sie muss ersetzt werden und verursacht nach den Stopf- und Richtarbeiten die zweithöchsten Kosten beim Wiederaufbau.

Danach geht es schnurstracks mit Blick auf den Härtsfeldsee dem "Haupt"bahnhof Katzenstein zu, der auf dem heutigen Parkplatz am See wiedererrichtet wird. Der Bahnhof wird ähnlich wie der Bahnhof Sägmühle ein Umfahrgleis mit Mittelbahnsteig und zusätzlich ein Abstellgleis mit Schotter-Verladerampe erhalten. Auch hier gibt es einige schöne Wandermöglichkeiten und eine bequeme Runde um den See mit Pause am gegenüberliegenden Ufer bietet sich geradezu an. Die gemauerte Wartehalle, die früher hier stand, soll eines Tages ebenfalls wieder aufgebaut werden. 

Mit dem Ausbau dieser Strecke bieten sich auch neue attraktive Möglichkeiten der Fahrplangestaltung an. An bestimmten Tagen wie etwa der Neresheimer Bahnhofshocketse soll es einen interessanten Zwei-Zug-Betrieb mit Kreuzung im Bahnhof Sägmühle geben. Mit dem Baubeginn wird es noch einige Monate dauern, doch die umfangreichen Planungen sind bereits angelaufen. 

Informationsstand März 2005

Ende Dezember 2004 konnte die Planprüfung durch das Regierungspräsidum Stuttgart abgeschlossen werden.
Hierbei ergab sich, dass die Verlegung des Radweges im Bereich Sägmühle - Iggenhausen, durch unser Verfahren Plangenehmigt werden muss, weil wir der Auslöser für die Verlegung sind.
Nun steht auch fest, wohin der Radweg verlegt wird. Die Variante, den Radweg im Rahmen des Ausbaus der Landstraße dorthin zu verlegen, wurde fallengelassen, der Radweg wird direkt neben die Bahntrasse verlegt (Südseite).
Eine Zeit lang stand die Frage im Raum, ob für den Radweg eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchzuführen ist. Bis die Entscheidung fiel, daß keine UVP nötig ist, konnten die Planunterlagen nicht fertiggestellt werden, was uns ziemlich viel Zeit gekostet hat.

Derzeit werden die Planunterlagen von unserem Vorstand bzw. der Ingenieurgesellschaft mbH Dr. Brenner & Münnich in Aalen-Unterkochen aktualisiert und ergänzt. Ebenso wurde mit dem Ingenieurbüro Junginger in Hermaringen ein Landschaftspflegerischer Begleitplan aufgestellt. Dieser Begleitplan wurde gefordert, weil wir uns teilweise in einem FFH-Gebiet (EU-Naturschutzgebiet) befinden.
Wir gehen derzeit davon aus, dass wir im März/April 2005 das Planfeststellungsverfahren zum Weiterbau der Härtsfeld-Museumsbahn Bereich Sägmühle - Katzenstein beim Regierungspräsidium Stuttgart einleiten können.

Informationsstand Mai 2005

Wie vorgesehen wurde am 14. April des Planfestellungsverfahren für den 2. Bauabschnitt der Härtsfeld-Museumsbahn beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht.
Die Pläne liegen nun zur Einsicht für die Öffentlichkeit aus. Hoffen wir, daß es keine Einsprüche gegen unser Projekt gibt.

Informationsstand März 2006

Nach nunmehr fast einem Jahr hat das Regierungspräsidium Stuttgart jetzt den Planfeststellungsbeschluss erlassen.
Dem voraus gingen einige Planungsrunden mit dem Eisenbahnbundesamt, in denen es vor allem um die diversen Bahnübergänge ging, die mit den heutigen Vorschriften nur schwer in Einklang zu bringen waren.
Doch nun können die Bauarbeiten beginnen, vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Zuerst muss der Radweg verlegt werden, bevor es dann mit den Gleisbauarbeiten losgehen kann. Informationen zum Baufortschritt wird es dann wieder auf der Gleisbau aktuell Seite geben, aktuelle Bilder bei den Streckenbildern

Informationsstand Oktober 2006

Soviel zur Theorie: theoretisch hätten wir mit dem Weiterbau schon vor einem halben Jahr beginnen können, aber praktisch hat uns die Detailplanung der Verlegung des Rad- und Wanderweges einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Trasse durch den Wald erwies beim sich wegen der Topografie, die aufwändige Hangsicherungsmaßnahmen erforderlich gemacht hätte, als zu teuer. Nun wird die Trasse nochmals neu geplant, sie wird wohl kurz nach der Sägmühle die Bahn kreuzen und parallel zur Bahn bis zum nächsten Bahnübergang geführt. 

Gleisbau ist natürlich erst möglich, wenn der neue Rad- und Wanderweg gebaut ist, aber die ersten Arbeiten zum Weiterbau haben dennoch begonnen. Der in den letzten 34 Jahren bis an den Weg herangewachsene Wald muss zurückgeschnitten werden, um später einen störungsfreien und sicheren Betrieb durchführen zu können. Bilder von diesen ersten Arbeiten gibt es bei den Streckenbildern 

Informationsstand April 2007

Das letzte Hindernis kann nun in Angriff genommen werden. Nachdem die Neuplanung des Radwegs von den Behörden abgesegnet wurde und die neuen Angebote für den Bau des Radwegs vorlagen, haben am Montag, den 16. April 2007, die Dischinger Gemeinderäte einstimmig und ohne Diskussion den günstigsten Bieter mit dem Bau des Radwegs beauftragt.
Der neue Radweg wird in der Verlängerung des im ersten Bauabschnitt verlegten Radwegs parallel zu den neuen Gleisen am Waldrand entlang geführt und wechselt nach ca. 200 Metern über die Gleise. Dann führt er weiter parallel zur Bahn bis zum nächsten Feldweg, wird mit diesem wieder zurück auf die ursprüngliche Seite geführt und dort an einen bereits bestehenden Weg angeschlossen.
Der Bürgermeister will die Bauarbeiten baldmöglichst abgeschlossen haben, damit der Weiterbau der Eisenbahn in Kürze beginnen kann.

Informationsstand Oktober 2007

Über den Sommer wurde der neue Radweg gebaut und am 8. Juli 2007 offiziell eingeweiht worden. Bilder von dem neuen Radweg gibt es bei den Streckenbildern.
Daraufhin gab die Gemeinde Dischingen den alten Radweg zur Bebauung frei und am 25. September 2007 erfolgte dann der feierliche erste Spatenstich für den 2. Bauabschnitt.
Nun, da die Bauarbeiten offiziell begonnen haben, gibt es die aktuellen Bauberichte nur noch auf der Bauseite Infrastruktur aktuell